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Juni 2025

Die E-Mail, die mehr ausgelöst hat als jedes Video

Vor einer Weile habe ich meiner Community eine E-Mail geschrieben. Kein Angebot, keine Ankündigung, keine Übung des Monats. Nur ehrliche Worte. Der Gedanke dahinter ist an einem Wochenende in einer kleinen Hütte in Frankreich entstanden — ohne Strom, ohne fließend Wasser, ohne digitalen Lärm. Geschrieben habe ich die Mail dann später an meinem Schreibtisch.

Ich hatte keine großen Erwartungen. E-Mail gilt ja als tot. Jeder hat ein volles Postfach, jeder überfliegt und löscht. Ich dachte, ein paar Leute lesen es vielleicht zu Ende.

Es haben über 120 Menschen geantwortet.

Nicht mit einem Daumen hoch. Mit richtigen Texten. Manche mehrere Absätze lang. Leute haben mir geschrieben, dass es ihnen genauso geht — dass sie den Lärm auch nicht mehr aushalten, dass sie kein neues Gerät und kein neues System brauchen, sondern etwas, das in ihren Alltag passt. Zwischen zwei Terminen. Am Kaffeeautomaten. Vor dem Rechner.

Das hat mich mehr getroffen als jede Zahl unter einem Video. Und es hat mir etwas bestätigt, woran ich seit Jahren arbeite: Bewegung wirkt nicht, weil sie beeindruckend ist. Sie wirkt, weil sie stattfindet. Genau dafür steht RESET. Nicht das perfekte Programm für den perfekten Tag, sondern etwas, das sich in ein echtes Leben einbauen lässt — mit Job, Kindern, Terminen und allem, was sonst noch dazwischenkommt.

Aus dieser E-Mail ist ein Wort entstanden, das inzwischen viele von euch benutzen: der Snacktivist. Jemand, der Bewegung wie Konfetti in seinen Tag streut. Dreißig Sekunden hier, eine Minute da. Das summiert sich. Und es verändert etwas.

Weil so viele nachgefragt haben, steht die E-Mail hier im Original. Unverändert, so wie sie damals rausgegangen ist.


Einfach nur ehrliche Worte…

Ich sitze hier in meinem Büro und musste erst einmal tief durchatmen. Das letzte Wochenende in einer kleinen Hütte in Frankreich – ganz ohne fließend Wasser, ohne Strom, ohne den ganzen digitalen Lärm – haben mir etwas den Kopf gewaschen.

Weißt du, wenn man so ganz auf sich allein gestellt ist, fallen viele Dinge weg, die sich im Alltag so wichtig anfühlen, es aber gar nicht sind.

Während ich da saß und in mein Notizbuch kritzelte, ist mir eine Sache klargeworden, die ich unbedingt mit dir teilen möchte. Vielleicht, weil du ein wichtiger Teil dieser Reise bist. Vielleicht, weil mir dieses Projekt „Reset" so sehr am Herzen liegt.

Ich hatte in letzter Zeit oft dieses Gefühl von „Ist das wirklich noch mein Weg?".

Social Media ist gerade so laut geworden. Überall schreit jemand, dass sein System das einzig wahre ist, überall gibt es diese inszenierten Videos, die zwar toll aussehen, aber für dein echtes Leben kaum einen Mehrwert bieten. Masse statt Klasse. Ein Reaction Video auf ein Reaction Video auf ein Reaction Video. Hauptsache schnell, viel und leicht verdaulich.

Und weißt du was? Ich habe keine Lust mehr, das Spiel so mitzuspielen.

Ich will nicht, dass du mich als einen dieser vielen „Influencer" wahrnimmst, die dir einreden, du bräuchtest das neueste, wildeste Training oder Gadget, um gut auszusehen und dich besser zu fühlen.

Ich möchte, dass wir uns auf das besinnen, was uns wirklich weiterbringt:

Echte körperliche Freiheit.

Die Hilfe zur Selbsthilfe, damit du dich in deiner Haut wieder richtig wohlfühlst – egal, wo du gerade bist.

Das bedeutet nicht, dass alles, was wir bisher gemacht haben, umsonst war. Ganz im Gegenteil: Es ist das Fundament.

Aber ich möchte, dass wir gemeinsam ein neues Kapitel aufschlagen.

Ich nenne es, naja, einen Reset eben.

Wir werden nicht alles über Bord werfen, aber wir werden den Fokus schärfen.

Wir werden tiefer gehen, statt nur in der Breite zu schwimmen.

Ich werde dir nicht mehr jeden Tag eine neue Übung zeigen, von der ich glaube, dass sie gerade „gehyped" wird.

Ich werde mich mit dir auf die Essenz konzentrieren – unter anderem auf 10 Basis-Übungen, die wirklich wirken. Keine Sorge: Das Reset System wird weiter mehr als diese 10 Übungen beinhalten.

Wir benötigen allerdings für diese „neue Reise" einen Startpunkt: Und genau das werden die „Top 1%" sein. Ich möchte, dass wir diese gemeinsam meistern, verfeinern und in unser Training und Alltag integrieren.

Und damit das keine einsame Reise für dich ist, will ich, dass unsere Community noch enger zusammenrückt.

Wir brauchen kein „Ich" gegen „Die anderen". Wir brauchen ein „Wir".

Ein gemeinsames Vokabular. Ein Ziel, das uns verbindet: Dass wir uns wieder frei, stark und beweglich fühlen dürfen.

Ein kleiner Vorgeschmack darauf ist mein neues Wort für dich: Der Snacktivist.

Das klingt vielleicht erst mal „lustig", aber für mich steckt da so viel Wahrheit drin.

Es geht darum, Bewegung wie Konfetti in deinen Tag zu streuen. Einmal kurz die Hüfte mobilisieren am Kaffeeautomaten, kurz die Wirbelsäule bewegt, wenn der Rücken vor dem Laptop zwickt. 30 Sekunden hier, eine Minute da. Das summiert sich. Und verändert was.

Rebellion gegen die Steifigkeit, ganz nebenbei.

Ich möchte, dass du dich wieder als jemanden erlebst, der aktiv etwas für sich tun kann. Nicht als jemand, der darauf wartet, dass ein „Guru" ihm sagt, wie es geht. Ich möchte, dass du zum Snacktivisten wirst (wenn du das magst; ansonsten lass es. No hard feelings.)

Ein erster großer Schritt in diese neue Richtung wird das neue Minimalist Programm sein. Am 29. Mai erscheint es und es wird alles verkörpern, was mir für eine bewegte Welt wichtig ist.

(Nachträglicher Hinweis: Das Minimalist Programm ist inzwischen erschienen. Hier kannst du es dir ansehen.)

Danke, dass du Teil von dieser Reise bist. Es bedeutet mir unglaublich viel, dass ich dich auf diesem Weg begleiten darf – weg vom Lärm, hin zu dem, was wirklich zählt:

Zu deinem Körper, zu deiner Freiheit, zu dir.

Lass uns das gemeinsam angehen.

Ich freue mich auf alles, was kommt.

Wer mehr weiß, kann mehr bewegen.

Bleib geschmeidig!

Dein Mobility Coach Benni


Was ich daraus mitgenommen habe

Drei Dinge sind mir seitdem klar:

  • Ehrlichkeit schlägt Reichweite. Diese eine E-Mail hat mehr echte Gespräche ausgelöst als Monate an Videos.
  • Die meisten wollen kein neues System. Sie wollen etwas, das sie an einem normalen Dienstag auch wirklich machen.
  • Ein gemeinsames Wort verbindet mehr, als man denkt. „Snacktivist" ist albern und ernst zugleich — und genau deshalb funktioniert es.

Wenn du das hier liest und denkst „ja, so geht's mir auch": Willkommen. Du musst dafür nichts kaufen und nichts abonnieren. Fang mit dreißig Sekunden an, irgendwann heute.

Bleib geschmeidig!

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